OCPP historische Entwicklung und Versionen
Sicherheitsmechanismen im Überblick
OCPP Nutzen für E-Mobility-Betreiber Energieversorger und Stadtwerke

Warum ist OCPP 2.1 ein Game-Changer für Vehicle-to-Grid?

OCPP 2.1 integriert mit dem neuen Energy-Management-Modul nicht nur Lade-, sondern auch Entladeprozesse. Ein Ladepunkt kann dem Backend nun in derselben Session mitteilen, welche Leistung in das Netz zurückfließt, während das CPMS Preis- oder Netzsignale in Echtzeit an den Charger sendet. Damit entsteht eine vollwertige Schnittstelle für flexible Sekundärreserve oder Quartierspeicher.

Wie beeinflusst die IEC-Norm 63584 öffentliche Ausschreibungen?

Durch die Normierung können Vergabestellen „OCPP-konform gemäß IEC 63584“ ausschreiben. Hersteller weisen die Konformität über das OCA-Testtool nach. Für E-Mobility-Betreiber, EVU und Stadtwerke reduziert das das Gewährleistungsrisiko und beschleunigt die Harmonisierung mit weiteren Standards wie ISO 15118-20 oder IEC 63110.

Welche Rolle spielt OCPP bei Plug & Charge-Szenarien?

Plug & Charge basiert auf einem sicheren Schlüsseltausch zwischen Fahrzeug und Ladepunkt. OCPP überträgt danach Vertragszertifikate, Autorisierungsentscheidungen und Tarifinformationen an das Back-End. In OCPP 2.1 werden zudem PKI-Statusabfragen und Zertifikatserneuerungen automatisiert.

Müssen Bestandsladestationen zwingend auf OCPP 2.x migrieren?

Nicht sofort und nicht zwingend. Viele Back-Ends unterstützen Dual-Stack-Betrieb. Dennoch lohnt sich ein Migrationspfad, weil künftige Funktionen wie V2G-Services oder Plug & Charge nur in 2.x verfügbar sind.

Wie unterstützt OCPP Demand-Response-Programme?

Über Smart-Charging-Profile lassen sich Grenzwerte, Preissignale oder CO₂-Faktoren an einzelne EVSE oder ganze Ladehubs senden. In Kombination mit den DER-Funktionen aus 2.1 können Ladeinfrastrukturen als steuerbare Last- und Speicherpunkte integriert werden.